{"id":1566,"date":"2017-04-07T09:30:34","date_gmt":"2017-04-07T09:30:34","guid":{"rendered":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/dvigrad\/"},"modified":"2020-12-29T11:24:46","modified_gmt":"2020-12-29T11:24:46","slug":"dvigrad","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/attraktionen\/dvigrad\/","title":{"rendered":"Dvigrad"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_single_image image=&#8220;5493&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; style=&#8220;vc_box_border&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1534158398670{background-color: #ffffff !important;}&#8220;]<\/p>\n<h3>Es gibt zahlreiche Ruinen von T\u00fcrmen, Schl\u00f6ssern und Burgen, aber es gibt nur ein Dvigrad \u2013 es wurde nicht ein Opfer von Milit\u00e4rgewalt oder Feuer, sondern es wurde verlassen, um allein das eigene Sterben zu erleben. Den Passanten als Mahnung und den Besuchern, die als G\u00e4ste erscheinen, als Erkenntnis, wie einst die mittelalterlichen Burgen Istriens ausgesehen haben.<\/h3>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h4><strong>Geschichte<\/strong><\/h4>\n<p>Die Ruinen der mittelalterlichen Burg Dvigrad sind das wichtigste und bekannteste Kulturerbe der Gemeinde Kanfanar. Wie schon der Name \u201eDvigrad\u201c (Duo Castra, Due Castelli, Dvegrad) besagt, handelt es sich um eine zweiteilige Burg (Moncastello und Parentino), die schon im 9.-10. Jh. als einheitliche Burg erw\u00e4hnt wurde. Der gemeinsame Name wurde auch nach dem Zerfall der Burg Parentino beibehalten, als nur noch die Ruinen von Moncastello erhalten geblieben sind.<\/p>\n<p>Dank der ausgezeichneten strategischen Lage, der N\u00e4he des Meeres und des reichhaltigen fruchtbaren Bodens war das Gebiet schon in der Urgeschichte besiedelt. Ende des 6. Jh. begannen sich auch die ersten slawischen Gruppen niederzulassen. Die Staatsverwaltung war noch nicht organisiert und auch das Land war verwahrlost. Das heruntergekommene Land kultivierten zu dieser Zeit die Benediktiner, die gerade in der Umgebung von Lim im fr\u00fchen Mittelalter ihre Spuren hinterlassen haben. Geschichtsquellen erw\u00e4hnen Dvigrad erstmals 879, als an Stelle des Bistums in Pula das Patriarchat von Aquileia mit der Jurisdiktion \u00fcber die Dvigrader Kirche betraut wurde. Ende des 13. Jh. ergriffen die Grafen von Gorica Besitz von Dvigrad. Von da an \u00e4nderte sich allm\u00e4hlich auch die ethnische Bev\u00f6lkerungsstruktur dieses Gebiets, die trotz des Zustroms germanischer B\u00fcrger von Slawen dominiert war.<\/p>\n<p>St\u00e4ndige K\u00e4mpfe und Zusammenst\u00f6\u00dfe kennzeichneten die n\u00e4chste Epoche in Dvigrad. 1381 brandschatzten die Venezianer Dvigrad und metzelten die Bev\u00f6lkerung nieder. Die Reliquien aus der Basilika hl. Sophia sind nach Sveti Lovre\u010d Pazenati\u010dki (San Lorenzo del Pasenatico) gebracht worden. 1413 \u00fcbernahmen die Venezianer die Macht \u00fcber Dvigrad und erlie\u00dfen auch das Statut der Dvigrader Kommune, mit dem die Macht des Patriarchen abgeschafft wurde. Unter der venezianischen Macht schreitet in Dvigrad die Entwicklung voran, jedoch schon Ende des 15. Jh. w\u00fctet die Pestepidemie und bald darauf bricht Malaria aus.<\/p>\n<p>Anfang des 16. Jh. siedeln sich in Dvigrad Fl\u00fcchtlinge aus der Dalmatinska zagora, dem dalmatinischen Hinterland, und der Herzegowina an, die vor den Osmanen auf der Flucht waren. Gleichzeitig beginnt auch der Uskokenkrieg zwischen Venedig und \u00d6sterreich, in dessen Verlauf die umliegenden D\u00f6rfer verw\u00fcstet wurden. Die Bewohner von Dvigrad begannen sich im umliegenden Gebiet anzusiedeln. Um das Jahr 1630 lag die Stadt vollkommen verlassen da. Geblieben sind nur die \u00e4rmsten Familien. 1714 siedelte die Pfarre von Dvigrad in das nahegelegene Kanfanar um, was auch das Ende von Dvigrad bedeutete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Ein Spa<\/strong><strong>ziergang durch Dvigrad<\/strong><\/h4>\n<p>Dvigrad liegt im Lim-Tal, einer tiefen Senke, die sich bis zum Lim-Kanal und nach Pazin erstreckt. Nur die Siedlungen liegen auf 150-175 m Seeh\u00f6he. Heute kann man die Ruinen von Moncastello besichtigen (der andere Teil von Dvigrad, die Festung Parentino, wurde bis in die Grundfesten zerst\u00f6rt und geblieben ist nur eine eingeebnete Fl\u00e4che).<\/p>\n<p>Dvigrad betritt man durch zwei Stadttore, die auch heute noch erhalten sind, und gelangt in den Stadtteil, der durch die erste Ringmauer befestigt war. Weitere Tore befinden sich an der zweiten Ringmauer. Verschiedene Tore erm\u00f6glichten den Zugang zur Stadt. Neben dem stattlichen Brani\u010d-Turm an der S\u00fcdseite der Stadt f\u00fchrt der Weg durch das dritte und letzte Tor in das Stadtzentrum.<\/p>\n<p>Die Stadt ist durch eine doppelte Verteidigungsmauer befestigt, hinter der die \u00dcberreste von 200 Geb\u00e4uden erhalten sind. Die Kirche hl. Sophia, die im mittleren Teil der Siedlung dominiert, weist verschiedene Bauphasen auf. In der \u00e4ltesten fr\u00fchchristlichen Phase (zweite H\u00e4lfte des 5. Jh.) stand hier eine einschiffige Kirche mit halbrunder Apsis. Im Laufe der Jahre kamen drei halbrunde Apsiden hinzu und die Kirche wurde mit Fresken ausgeschm\u00fcckt. Im Laufe des 9. Und 10. Jh. wurden an der S\u00fcdseite eine Taufkapelle und ein Glockenstuhl und im 14. Jh. an der Nordseite die Sakristei angebaut. Der gleichen Epoche wird auch die sechsseitige, relieff\u00f6rmig verzierte Kanzel zugeordnet, die nach dem Untergang von Dvigrad in der Pfarrkirche von Kanfanar untergebracht wurde, wo sie auch heute noch besichtigt werden kann. Am Relief, das die Kanzel schm\u00fcckt, hebt sich besonders jenes mit der hl. Sophia ab, die in jeder Hand eine Burg h\u00e4lt. Das ist das Symbol von Dvigrad und zugleich auch das Motiv des Wappens von Kanfanar.<\/p>\n<p>Vor der Kirche breitet sich der Stadtplatz aus, in dessen N\u00e4he sich auch die wichtigsten Geb\u00e4ude von Dvigrad befinden \u2013 der Stadtpalast auf der Ostseite und das dem Kapitel geh\u00f6rende Areal auf der Westseite. Im S\u00fcdwesten der Siedlung lag die Zone der Gewerbetreibenden, w\u00e4hrend die Wohnfl\u00e4che den restlichen Teil einnahm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Legende<\/strong><\/h4>\n<p><em>Legende \u00fcber die Monstranz (Schaugef\u00e4\u00df)<\/em><\/p>\n<p>Im Jahre 1650, als Bischof Tomassini aus Novigrad im Rahmen seiner Besuchsreise Dvigrad einen Besuch abstattete, traf er in der Stadt blo\u00df drei der Familien an, die \u00e4rmsten. Bis dann hatten sogar die Geistlichen Dvigrad den R\u00fccken gekehrt, die diese verlassene Stadt jeden Tag aufsuchten, um die heilige Messe zu zelebrieren.\u00a0 Da es ihnen schwerfiel, sich jeden Tag dorthin zu begeben, beschlossen sie, nur das Heilige Altarsakrament und die geweihte Hostie aus Dvigrad nach Kanfanar zu bringen. Als sie aber am n\u00e4chsten Morgen die Kirche aufsuchten, fanden sie die Monstranz mit dem Heiligen Leib nicht mehr vor. Sie machten sich auf die Suche nach dem Schaugef\u00e4\u00df und fanden es angestrahlt im Wald unterhalb von Dvigrad. Als der Geistliche versuchte, die Monstranz an sich zu nehmen, begann sie vor ihm zu fliehen und hielt erst dann an, als er das Messgewand \u00fcberstreifte. Auf diese Weise gelang es ihm, die Monstranz der Kirche zu \u00fcbergeben. Sp\u00e4ter hat Bischof Vaira das Zentrum der Pfarre auch amtlich aus Dvigrad nach Kanfar verlagert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Legende \u00fcber das verborgene Gold Henry Morgans<\/em><\/p>\n<p>Henry Morgan war ein ber\u00fcchtigter britischer Pirat, der unter Vollmacht des Gouverneurs von Jamaika, Thomas Mody, gegen die Spanier k\u00e4mpfte. Seine Siege \u00fcberstiegen oft die ihm anvertraute Vollmacht und sein gr\u00f6\u00dfter Erfolg war die Eroberung Panamas. Angesichts dessen, dass mit der Pl\u00fcnderung Panamas der Friedensvertrag zwischen Spanien und England verletzt wurde, zog Morgan die Wut der Briten auf sich, die sich auf die Suche nach ihm machten. Wie die Legende besagt, war er auf der Flucht vor den Segelschiffen der englischen Flotte gezwungen, sich tief in das Gew\u00e4sser des Adriatischen Meeres zu begeben und landete schlie\u00dflich an der Lim-Bucht. Die Verschl\u00e4ngelung und Verborgenheit dieser Bucht schienen ihm ideal f\u00fcr sein Versteck und seines Schatzes zu sein. Nachdem er am Ufer des Lim-Kanals vor Anker gegangen ist, entdeckte er auch Dvigrad, das zu jener Zeit schon v\u00f6llig verlassen war, und beschloss, dort seinen Satz zu verstecken. Seine neue Heimat fand Henry Morgan in der N\u00e4he von Dvigrad in einem Dorf, das sich heute M(o)rgani nennt.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_gallery type=&#8220;image_grid&#8220; images=&#8220;1139,1143,1171,588,1558,1486,5498,5502,5506,5510,5514&#8243;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/y9ye7s6n\"><strong>Dvigrad\u00a0360\u00b0<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_single_image image=&#8220;5493&#8243; img_size=&#8220;large&#8220; alignment=&#8220;center&#8220; style=&#8220;vc_box_border&#8220;][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1534158398670{background-color: #ffffff !important;}&#8220;] Es gibt zahlreiche Ruinen von T\u00fcrmen, Schl\u00f6ssern und Burgen, aber es gibt &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1707,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1566"}],"collection":[{"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1566"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8479,"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1566\/revisions\/8479"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1707"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/visitkanfanar.hr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}